Wer Fränzi zum ersten Mal sieht, merkt sofort: Hier steht kein Modepüppchen, sondern eine Frau mit klarer Meinung – tragbar, sichtbar, spürbar.
Ihr urbaner Stil ist kein Zufall, sondern ein Statement. Vintage-Teile mit Geschichte treffen auf politische Botschaften auf Baumwolle, alles sorgfältig kuratiert, aber nie prätentiös. Fränzi trägt keine Kleidung – sie kommuniziert durch sie. Und zwar in Großbuchstaben.
Mit 38 Jahren ist Fränzi längst über die ironischen Phase des Andersseins hinaus. Sie weiß genau, wofür sie steht: kritische Bildung, soziale Gerechtigkeit und Stil mit Substanz. Als Kulturwissenschaftlerin arbeitet sie in einer NGO, die politische Bildung nicht als trockene Theorie versteht, sondern als gesellschaftlichen Auftrag. In Debatten ist sie messerscharf – nicht laut, aber präzise, mit einem Hang zum charmanten Sarkasmus.
Fränzi duldet keine Ausflüchte, wenn es um schlechten Stil geht. Nicht weil sie eitel wäre – sondern weil sie weiß, dass Kleidung nie nur Kleidung ist. Sie erklärt gern, warum das so ist: warum ein Vintage-Blazer aus den 70ern mehr Haltung transportieren kann als jede Trendjacke von der Stange. Warum „bequem“ oft nur ein anderes Wort für „gleichgültig“ ist. Und warum Stil eine Frage der Aufmerksamkeit ist – für sich selbst und für die Welt.
Sie provoziert gerne – aber nie ohne Grund. Ihr Ziel ist nicht Rechthaberei, sondern Erkenntnis. Sie bringt Dinge auf den Punkt, die andere nur vage fühlen. Und wenn sie spricht, wird selbst der gemütlichste Funktionsjackenträger kurz unsicher.
Fränzi ist keine Figur, die man nebenbei konsumiert. Sie fordert heraus – und bleibt im Kopf. Wer wissen will, warum Stil politisch ist, sollte ihr zuhören. Oder ihr einfach mal in die Garderobe folgen.
